Kooperationen & Leistungen

Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum

Gemeinsam als Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum kooperieren mehrere Abteilungen der UMG interdisziplinär.

Personelle Ausstattung

Zum Team des Zentrums gehören die in der nachfolgenden Liste genannten Fachärzte aus den 5 Disziplinen, spezialisierte Physiotherapeuten und spezialisierte Pflegefachkräfte. Nachfolgend sind die Namen und Qualifikationen der Leiter und deren Stellvertreter der kooperierenden Abteilungen aufgeführt

Die drei Kerndisziplinen Urologie, Chirurgie und Gynäkologie weisen von Seiten der Ärzte, des Pflegepersonals und Physiotherapie eine besondere Expertise in der Versorgung von Blasen-, Darm- und Beckenbodenfunktionsstörungen auf.

Urologie:

  • Frau PD Dr. med. Marianne Schmid: Fachärztin für Urologie, FEBU; Mitglied und Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.; Oberärztin der Klinik für Urologie, UMG; aktuell laufende Weiterbildung zur AGUB I

Gynäkologie:

  • Frau Melis Benlioglu: Ärztin in Weitebildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe; Assistenzärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, UMG; aktuell laufende Weiterbildung zur AGUB I

Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie:

  • Herr Dr. med. Philipp Schüler: Facharzt für Chirurgie; Mitglied und Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.; Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, UMG

Durch die beiden weiteren Fachabteilungen Neurologie und Radiologie wird das Zentrum durch die Betreuung neurogener Blasen- und Darmstörungen und die Möglichkeit exzellenter Diagnostik vervollständigt.

Neurologie:

  • Herr Prof. Dr. med. Martin Weber, Facharzt für Neurologie: Mitglied und Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.; Oberarzt der Klinik für Neurologie, UMG; Leiter der MS-Ambulanz

Diagnostische und Interventionelle Radiologie:

  • Herr Dr. med. Ali Seif Amir Hosseini: Mitglied und Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.; Oberarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, UMG

Physiotherapie:

  • Frau Sabine Roß: BE Physiotherapie, Bereichsleitung Gynäkologie und Innere Medizin; abgeschlossene Weiterbildung „Physio-Pelvica“
  • Frau Antje Liebisch: BE Physiotherapie

Stomatherapie:

  • Frau Claudia Grube: Pflegedienst der UMG

Urotherapie:

  • Frau Daniela Koch: Pflegedienst der UMG
  • Frau Birgit Linne: in Weiterbildung zur „Urotherapeutin“

In den 5 Fachdisziplinen sind zudem zahlreiche Fachärzte und examinierte Krankenschwestern/-pfleger, darunter examinierte Krankenschwestern mit spezieller Schulung bezüglich Inkontinenz und Stomaversorgung, sowie zahlreiche Sekretärinnen zur Versorgung der Patienten tätig. Neben der hauseigenen physiotherapeutischen Versorgung ist sowohl die ambulante Anbindung an Physiotherapeuten als auch vor allem postoperativ ist die Kooperation mit in der Rehabilitation Inkontinenter erfahrenen REHA-Institutionen über unseren Sozialdienst gewährleistet.

Weitere Kooperationen

  • Schmerzambulanz der Universitätsmedizin Göttingen
  • Abteilung für Psychosomatik der Universitätsmedizin Göttingen
  • Niedergelassene Ärzte aus dem KV-Gebiet Göttingen und Umgebung
  • Zentrum für Tetra- und Paraplegie, Hessisch Lichtenau gGmbH
  • Promotio Göttingen
  • Selbsthilfegruppen der Göttingen und Umgebung
  • Deutsche Kontinenz Gesellschaft (Vorsitzender: Prof. Dr. med. A. Haferkamp)

Administrative Voraussetzungen

Die Koordination des Kontinenz- und Beckenboden-Zentrums verantwortet die Klinik für Urologie, Koordinatorin ist Frau PD Dr. med. Marianne Schmid. Sie verfügt über spezielle Kenntnisse, Erfahrungen, Fertigkeiten auf den Gebieten der Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz, i.e. Blasenspeicher- und Blasenentleerungsstörungen. Sie ist Ansprechpartnerin für die Kommunikation mit der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Fachliche Voraussetzungen

Alle teilnehmenden Fachkliniken weisen spezielle Kenntnisse, Erfahrungen, Fertigkeiten und wissenschaftliches Engagement auf den Gebieten der Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Versorgung von Blasen-, Darm- und Beckenbodenfunktionsstörungen auf. Die Nachweise werden durch themenbezogene Fort- und Weiterbildungen, durch Bescheinigungen der Teilnahme von Veranstaltungen, durch Einreichung von Publikationen oder Vorträgen zum Thema und die Mitarbeit in themenbezogenen Arbeitskreisen belegt.

Spezielle technisch-apparative Ausstattung

Spezielle technisch-apparative und personelle Ausstattung für eine effektive Diagnostik und Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz bzw. Beckenbodendysfunktion stehen sämtlich zur Verfügung:

  • Sonographie inklusive Perineal-/Introitus- und Endosonographie
  • (Video)-urodynamischer Messplatz
  • Anorektaler Messplatz
  • Endoskopie mit Urethrozystoskopie, Vaginoskopie, Rektoskopie und Proktoskopie
  • Radiologische Diagnostik (Durchleuchtung, CT, MRT, etc.)

Fachspezifische Voraussetzungen

Das zur Zertifizierung anstehende Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum der Universitätsmedizin Göttingen behandelt pro Jahr mehr als 300 Patienten mit derartigen Störungen. Dies umfasst die Betreuung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Es werden in der Universitätsmedizin Göttingen ca. 200 Operationen pro Jahr zur Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz bzw. Beckenbodenfunktionsstörungen durchgeführt.

Da einer der Schwerpunkte auch in der Behandlung von neurogenen Blasen- und Darmfunktionsstörungen liegt, wird den speziellen Bedürfnissen dieser Patientengruppe zusätzlich Rechnung getragen.

Urologie

Spezielle Diagnostik

Alle geforderten Untersuchungen der Basisdiagnostik inklusive Miktionsprotokollen, Perineal- und Introitussonographien und Urodynamik sowie radiologischer Bildgebung werden durchgeführt.

Spezielle Therapie

Auch alle geforderten konservativen Behandlungen einschließlich Verhaltenstherapie (Blasentraining etc.), Elektrotherapie und Biofeedback werden in Kooperation mit Pflege und Physiotherapie durchgeführt. Weiterhin wird das gesamte Spektrum der interventionellen Therapie, beginnend bei Botulinumtoxin-Injektion bis zur Einlage spannungsfreier Bänder, Faszienzügelplastik, Sakrokolpopexie, sakrale Neuromodulation, artifizieller Sphinkter und Prolapschirurgie angeboten und durchgeführt. Darüber hinaus liegt eine ausgesprochene Expertise im Problem-Management, beispielsweise bei Rezidivinkontinenz oder Komplikationen nach Inkontinenz- oder Prolapschirurgie vor.

Gynäkologie

In gleichem Maße wie in der Urologie werden auch in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe alle geforderten Methoden der speziellen Diagnostik und Therapie durchgeführt.

Chirurgie

Spezielle Diagnostik

In der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie werden alle obligaten Untersuchungen der Basisdiagnostik inklusive Stuhlprotokollen und in Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie auch die analen Manometrien, Rekto-/Proktoskopien und Endosonographien regelmäßig durchgeführt. In Kooperation mit der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin werden Defäkographien und funktionelle MRT-Untersuchungen durchgeführt.

Spezielle Therapie

Die angebotene konservative Therapie reicht in Kooperation mit der Physiotherapie von Biofeedback über Elektrotherapie bis zum Obstipationsmanagement. In operativer Hinsicht werden die verschiedenen Techniken zur Kontinenzverbesserung, wie beispielsweise Sphinkterplastiken oder -raffungen, Sphinkterersatz und Rektopexien angeboten. Ebenfalls wird die sakrale Neuromodulation durchgeführt.

Darlegung der individuellen interdisziplinären Schwerpunkte der Inkontinenz- und Beckenboden-Diagnostik und -Therapie

  1. Komplexe (auch neurogen bedingte) Störungen der Beckenbodeninsuffizienz mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz bzw. anderer Funktionsstörungen wie beispielsweise Entleerungsstörungen und Betreuung von Multiple Sklerose-Patienten
  2. Diagnostik mittels Endoskopie, bildgebender Verfahren und insbesondere Funktionsuntersuchungen des unteren Harntraktes und des Rektums
  3. Differenzierte individuelle konservative und operative Therapie unter Einschluss interdisziplinären operativen Vorgehens nach gemeinsamer Konsensbildung der beteiligten Fachdisziplinen (regelmäßige Konferenzen)
  4. Anlaufstelle für harn- und/oder stuhlinkontinente Patienten unter Kooperation mit den zuweisenden Kollegen (Urologen, Gynäkologen, Chirurgen)
  5. Enge Kooperation auch mit anderen medizinischen Abteilungen, wie Pflegeberufen und Physiotherapeuten
  6. Durchführung interdisziplinärer Fort- und Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen unter Einschluss öffentlicher Aufklärungsarbeit

Weitere Infos zum Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

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