Experimentelle Urologie

Arbeitsgruppen & Labore

Die Experimentelle Urologie bietet Studenten und Ärzten die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Laufbahn. Die Experimentelle Urologie der Universitätsmedizin Göttingen bearbeitet verschiedene aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen in der Urologie. Unter der Leitung von Prof. Trojan und Dr. Oliver Hahn werden moderne molekularbiologische Techniken eingesetzt.

Sie sind interessiert an einem Dissertationsthema, hoch motiviert und an der Urologie interessiert? Dann schreiben Sie uns!

Direktor

Univ.-Prof. Dr. med. Lutz Trojan

Kontaktinformationen

Leiter der Experimentellen Urologie

Dr. med. Oliver Hahn

Aktuelles

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördern Forschung an der Universitätsmedizin Göttingen und in der Klinik für Urologie

Herr Fabian Gayer arbeitet aktuell im Rahmen des Clinician Scientist Stipendiums des Else Kröner-Fresenius-Forschungskollegs an einem Projekt zu malignen Keimzelltumoren des Hodens und verknüpft diese Tumorentität mit einem immunologischen Schwerpunkt.

Das Programm bietet Herrn Fabian Gayer seit März 2020 die Möglichkeit im Rahmen einer einjährigen Freistellung vom klinischen Alltag im Labor experimentell arbeiten zu können.

Um neue Forschungsideen umzusetzen und die begonnenen Projekte beenden zu können, bewarb sich Fabian Gayer im Anschluss an die Förderung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung Ende 2020 erfolgreich für das Clinician Scientist Programm der DFG.

Thematisch untersucht der Nachwuchsforscher die Bedeutung und Wirkung zirkulierender und infiltrierender Immunzellen auf maligne Tumoren des Hodens.

Der Stellenwert individualisierter immuntherapeutischer Ansätze im Kampf gegen Krebs spielt seit einigen Jahren nicht nur bei hämatoonkologischen Erkrankungen, sondern auch zunehmend bei soliden Tumoren eine wichtige Rolle.

Immunzellen und ihre Subpopulationen bestimmen das Tumormikromilieu und haben mit ihren vielfältigen Funktionen entscheidenden Einfluss auf das Tumorwachstum und Metastasierungstendenzen und steuern so partiell den klinischen Verlauf der Patienten.

Neben der immunologischen Charakterisierung eines entsprechenden Patientenkollektivs untersucht Herr Gayer im Labor mit Hilfe des Mausstamms 129.MOLF-Chr19 consomic 19 (M19) die Rolle der Monozyten und – sobald ins Gewebe migriert und differenziert – Makrophagen auf den Tumor. Dieser Mausstamm bildet in ca. 75% der Fälle spontan Hodentumoren und kann als präklinisches Modell etabliert werden.

Nach differenzierten Analysen immunologisch relevanter Chemokine, Zytokine und Rezeptorproteine der monozytären Subpopulationen werden potentielle immuntherapeutische Angriffspunkte identifiziert und die Wirkung experimenteller Antikörper-Therapiestrategien auf das Tumorwachstum untersucht. „Die Immuntherapie hat im Therapieregime der Keimzelltumoren bislang keinen Stellenwert. Das liegt unter anderem an der seit Jahrzehnten etablierten und sehr effektiven Platin-basierten Chemotherapie. Nichtsdestotrotz können neue immuntherapeutische Ansätze als adjuvante Optionen mit Blick auf Langzeitnebenwirkungen wie Zweitmalignome bei der Chemotherapie eine attraktive Alternative darstellen.“ erläutert Herr Gayer. „Besonders Monozyten scheinen dabei ein geeignetes Target zu sein“.

Seine Forschungszeit wird Herr Gayer im Institut für Zelluläre und Molekulare Immunologie der Universitätsmedizin Göttingen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Holger Reichardt verbringen.

Nach Beendigung der Forschungsfreistellung wird der angehende Urologe seine Facharztweiterbildung an der UMG fortsetzen und parallel als „Clinician Scientist“ translational weiter forschen.

Forschungsschwerpunkte

  • Funktionsanalysen zur Regulation des alternativen Splicings im Prostatakarzinom
  • Untersuchung der Rolle ATP-abhängiger Chromatinmodulatoren bei urogenitalen Tumoren (Prostatakarzinom, Nierenzellkarzinom)
  • Mechanismen und frühzeitige Biomarker ossärer Metastasierung
  • Rolle von NFATc1 beim klarzelligen Nierenzellkarzinom
Forscher der Klinik für Urologie taucht ein Teststäbchen in einer durchsichtige Flüssigkeit

Drittmittelförderungen

  • Else-Kröner-Fresenius-Stiftung
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie

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