Hydrozelen-Operation

Sehr geehrter Patient,

mit diesem Schreiben informieren wir Sie über die geplante Operation.

Sie haben sich aufgrund einer störenden Flüssigkeitsansammlung im Skrotum („Wasserbruch“) zur Hydrozelen-Operation entschlossen. Dabei wird Wasserbruch der Hodensack über einen kleinen ca. 3 - 4 cm langen Schnitt eröffnet und die Flüssigkeit entfernt. Die Operation wird in  Vollnarkose, Rückenmarknarkose oder in Ausnahmen auch in Lokalanästhesie durchgeführt.

Die möglichen Risiken, Komplikationen und die Alternativen zum geplanten Eingriff werden wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch erklären und Ihr Einverständnis dokumentieren.

Was müssen Sie nach der Operation bis zur Entlassung beachten?

  • Nach der Operation werden Sie für einige Stunden in unserem Aufwachraum überwacht. Sollte es keine Auffälligkeiten geben, werden Sie in Ihr Zimmer auf Station verlegt.
  • Während der OP wird gelegentlich ein kleiner Wundschlauch eingelegt (Drainage), über den das Wundsekret abfließen kann. Dieser wird in der Regel am ersten Tag nach der Operation wieder entfernt.
  • Sie können am Abend des OPTages schon wieder essen und trinken.
  • Sie dürfen ab dem 2.Tag nach der Operation duschen.
  • Blutverdünnende Medikamente (z.B. Aspirin, Marcumar) nehmen Sie bitte nur nach Rücksprache mit Ihrem Stationsarzt ein.
  • Sollten Sie Schmerzen haben, so fragen Sie bitte nach Schmerzmitteln.
  • Das Augenmerk der Visite liegt darin, Ihre Befindlichkeit zu erfahren. Darüber hinaus kontrollieren wir die Operationswunde.
  • Die Entlassung erfolgt in der Regel am 1. – 2. Tag nach der Operation. Vor Entlassung werden wir die Wunde kontrollieren.
  • Für den Fall, dass Ihnen bei der Operation Schmerzmittel oder Beruhigungsmittel verabreicht wurden, dürfen Sie in keinem Fall in den folgenden 24 Stunden am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Wie geht es nach der Entlassung zu Hause weiter?

  • Die Hautfäden lösen sich von alleine auf und müssen nicht entfernt werden.
  • Die Einnahme eines Antibiotikums ist in der Regel nicht nötig.
  • Körperliche Anstrengungen sollten Sie in den ersten 2 Wochen nach der Operation vermeiden.
  • Während der ersten 2 Wochen nach der Operation nicht heiß baden, nur duschen. Keine Heizkissen, Wärmflaschen oder dergleichen verwenden, nicht in die Sauna gehen.
  • An Ihrem Entlasstag erhalten Sie einen Entlassungsbrief, nachdem Sie mit dem Stationsarzt ein Abschlussgespräch geführt haben. Der Entlassungsbrief enthält alle wichtigen Informationen für Ihren Urologen und/oder Hausarzt, bei denen Sie sich kurzfristig zur Kontrolle vorstellen und den Entlassbrief abgeben sollten, da der Arztbrief auch eine Empfehlung für die weitere Diagnostik bzw. Therapie enthält.

Bei akuten Problemen wenden Sie sich bitte an Ihren niedergelassenen Arzt oder unsere urologische Poliklinik (Aufzug B2, Ebene 2). Ab 15.30 Uhr und an Wochenenden/Feiertagen erreichen Sie den diensthabenden Urologen über die allgemeine Notaufnahme oder die urologischen Stationen.

Sollten nach der Entlassung Fragen auftauchen, bitte zögern Sie nicht, uns auf Station zu kontaktieren (Kontaktdaten siehe Adressfeld).

Wir wünschen für die Genesung alles Gute und stehen Ihnen im medizinischen Notfall Tag und Nacht, auch nach Ihrer Entlassung, jederzeit zur Verfügung.

 

Ihr
Prof. Dr. med. L. Trojan
und das Team der Klinik für Urologie

 

Erstellt: Juli 2012

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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