Irreversible Elektroporation der Prostata (IRE)

Sehr geehrter Patient,

mit diesem Schreiben informieren wir Sie über den weiteren Verlauf nach der Operation. Bei Ihnen wird aufgrund Ihrer Erkrankung unter Studienbedingungen eine Irreversible Elektroporation der Prostata durchgeführt. Das Studienprotokoll, Patienteninformation, sowie Einverständniserklärung wurde Ihnen im Vorfeld ausgehändigt. 

Die möglichen Risiken, Komplikationen und Alternativen zum geplanten Eingriff werden wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch erklären und Ihr Einverständnis dokumentieren.

Ablauf des stationären Aufenthaltes

  • Nach der Operation kommen Sie nach einem kurzen Aufenthalt im Aufwachraum wieder direkt in Ihr Zimmer.
  • Sie können in der Regel das Krankenhaus 2 Tage nach der Operation ohne Wunddrainagen verlassen.
  • Eine Krebserkrankung kann zu einer psychischen Belastung führen. Diese wird möglicherweise nicht als solche wahrgenommen.
  • Falls Sie das Gefühl haben, in Bezug auf die Krankheitsbewältigung könnte eine psychische Unterstützung sinnvoll oder für Sie hilfreich sein:
    • Bitte lassen Sie uns dies wissen.
    • Wenden Sie sich einfach an die Ärzte oder die Pflegekräfte Ihrer Station.

Medikamente

Bitte informieren Sie Ihren Stationsarzt bzw. das Pflegepersonal über Medikamente, die Sie von Haus aus einnehmen. Darüber hinaus kann es sein, dass Sie vom Stationsarzt zusätzliche Medikamente während Ihres stationären Aufenthaltes bzw. für die Zeit danach verordnet bekommen. Diese sind im Entlassbrief erwähnt.

Thrombose

Zur Vermeidung von Thrombosen erhalten Sie während des stationären Aufenthaltes täglich eine Bauchspritze und müssen Antithrombosestrümpfe tragen. Evtl. müssen Sie die Thromboseprophylaxe zu Hause fortsetzen, genaue Informationen finden Sie im Entlassbrief.

Harnröhrenkatheter

Während der Operation wird ein Harnröhrenkatheter eingelegt. Der Harnröhrenkatheter ist ein Schlauch aus Kunststoff, der durch die Harnröhre in die Harnblase eingelegt wird. Er dient dazu, den Urin aus der Harnblase abzuleiten. In der Regel wird der Harnröhrenkatheter am 1. oder 2. Tag nach der Operation entfernt.

Ernährung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus

  • Trinken Sie normal, d. h. 2 – 3 Liter am Tag, Eine ausgewogene ballaststoffreiche Ernährung zur Stuhlgangregulation ist empfehlenswert.
  • Achten Sie auf regelmäßigen weichen Stuhlgang.
  • Sie dürfen sofort nach der Operation wieder duschen.

Wann sollten Sie einen Arzt informieren bzw. aufsuchen?

  • Wenn Sie Fieber, Schmerzen oder Schwellungen im Wundbereich feststellen.
  • Wenn sich die Urinausscheidung bezüglich der Menge oder Farbe verändert oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.
  • Wenn sich Ihr Gesundheitszustand nach der OP verschlechtert.

Ärztliche Nachkontrollen und Tumornachsorge

Wir empfehlen Ihnen regelmäßige Kontrollen bei Ihrem niedergelassenen Arzt.

Am letzten Tag Ihres stationären Aufenthaltes verlassen Sie unsere Station mit einem Entlassbrief. Er enthält alle wichtigen Informationen für Ihren Urologen und/oder Hausarzt, bei denen Sie sich kurzfristig zur Kontrolle vorstellen und den Entlassbrief abgeben sollten, da der Arztbrief auch eine Empfehlung für die weitere Diagnostik bzw. Therapie enthält. Es ist möglich, dass Sie bei Entlassung einen vorläufigen Arztbrief erhalten, in dem einige Angaben noch fehlen (z. B. das Ergebnis der Steinanalyse). Bei der Entlassung wird ihr Stationsarzt Ihre Fragen zum weiteren Vorgehen beantworten. Dieses können Sie auf dem Formular „Haben Sie Fragen zu Ihrer Entlassung“, welches Ihnen bei der Aufnahme ausgehändigt wird, vorab formulieren. Sobald alle Angaben vorliegen, bekommt Ihr Urologe oder Hausarzt einen endgültigen Brief zugesendet.
 

Bei akuten Problemen wenden Sie sich bitte an Ihren niedergelassenen Arzt oder unsere Ambulanz (Aufzug B2, Ebene 2). Ab 15:30 Uhr und an Wochenenden/Feiertagen erreichen Sie den diensthabenden Urologen über die allgemeine Notaufnahme. 

Sollten nach der Entlassung Fragen auftauchen, bitte zögern Sie nicht, uns auf Station zu kontaktieren. 

Wir wünschen für die Genesung alles Gute und stehen Ihnen im medizinischen Notfall Tag und Nacht, auch nach Ihrer Entlassung, jederzeit zur Verfügung


Ihr
Prof. Dr. Trojan
und das Team der Klinik für Urologie

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